Die mexikanische Polizei fing einen gesuchten Straftäter sowie einen Komplizen, nachdem sie dem vermutlichen Killer des Drogenkartells durch die Straßen von Tijuana und in ein belebtes Kasino hinein gefolgt ist. Er wurde festgenommen und in Haft gebracht, aber nicht, bevor die Polizei eine Belästigung im Kasino verursachte hat, indem sie jedermann dort auftrug, sich auf den Boden zu legen.
Laut dem mexikanischen Bundesbüro für öffentliche Sicherheit sind die Verdächtigen Ruben Rios Estrada, bekannt als Schütze für das Arellano-Felix Kokainkartell, und Hector Manuel Mora Mendoza, der verdächtigt wird, ein Mitglied derselben Gang zu sein. Sie wurden unter starken Sicherheitsvorkehrungen für eine Befragung nach Mexiko City gebracht.
Die beiden wurden in hoher Geschwindigkeit durch die Straßen hinweg verfolgt, bevor sie sich in einem Kasino verkrochen und dachten, sie hätten die Polizei und Bundestruppen abgeschüttelt. Sich in Sicherheit wiegend, entschieden die beiden, im Kasino zu bleiben und ein bißchen Glücksspiel zu betreiben. Bundesagenten fanden sie und nahmen sie in Gewahrsam, während im Kasino gerade spielten, so Zeugenaussagen.
Der Kasinobesitzer, der frühere Bürgermeister von Tijuana Jorge Hank Rhon, erzählte den örtlichen Zeitungen, dass die schwer bewaffnete und maskierte Polizei das Kasino gestürmt habe und dabei die 1300 Leute im Kasino in Schrecken versetzt und in Gefahr gebracht habe.
Als die Polizei das Auto der Verdächtigen durchsuchte, fand sie eine Schrotflinte, zwei Handfeuerwaffen, einige Hundert Schuss Munition und verschiedene Hemden mit Polizeiabzeichen drauf.
Mexiko bemüht sich, Recht und Ordnung in der Grenzregion, welche als Heimrevier von Drogenschmugglern angesehen wird, aufrecht zu erhalten.