Ärzte haben Alkoholiker jahrelang mit Medikamenten behandelt, und die neue Forschung zeigt, dass dieselben Medikamente benutzt werden können, um jenen Personen mit Glücksspielsucht zu helfen, so amerikanische Forscher von der Universität von Minnesota.
Forscher an der Universität von Minnesota führten eine doppelblinde Placebo kontrollierte Studie durch, um zu sehen, ob Naltrexone hilft, den Wunsch nach dem Glücksspiel bei Leuten mit Spielsucht zu dämpfen, genau so wie es Leuten mit Alkoholabhängigkeit hilft. Die Studienteilnehmer, bestehend aus 77 Männern und Frauen im Alter zwischen 18 und 32 Jahren, wurden in zwei Gruppen unterteilt.
Die erste Gruppe bestand aus 58 Männern und Frauen, denen entweder 50, 100 oder 150 Milligramm des Medikaments jeden Tag 18 Wochen lang verabreicht wurden. In dieser Gruppe zeigten 40 Prozent der 49 Teilnehmer, welche die Studie komplett absolvierten, einen weniger ausgeprägten Wunsch zu spielen und hörten für mindestens einen Monat komplett auf zu spielen.
Die Studie wurde im Magazin der klinischen Psychiatrie ("Journal of Clinical Psychiatry") abgedruckt und besagt, dass die Studie gezeigt hat, dass das Medikament den Drang der Teilnehmer, sich dem Glücksspiel zu widmen, vermindert hat und wird als erfolgreich angesehen.
Neun Leute aus dieser Gruppe haben die Untersuchung nicht komplett absolviert.
Den übrigen 19 Personen wurden Placebos verabreicht, aber ihnen erzählt, dass es sich um das echte Medikament handele. Aus dieser Gruppe waren gerade weniger als 10 Prozent in der Lage, sich über eine längere Zeit vom Glücksspiel fernzuhalten, während der Rest von ihnen zwischen 6 und 32 Stunden wöchentlich spielte.
Laut einer Mitteilung, die vom Arzt an der Universität gemacht wurde, ist dies das erste Mal, dass sie ein Medikament gefunden haben, das den Zwang des Glücksspiels kontrollieren kann, und dies ist ein größerer Durchbruch, um Menschen mit Spielzwängen zu helfen. Die Mitteilung besagte auch, dass das Medikament kein Heilmittel ist, aber es dass jenen Hoffnung geben sollte, die an diesen Beschwerden leiden.